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Aktuelles

Kurz vor der offiziellen Eröffnung lud das neu errichtete Seniorenzentrum am Stadtpark alle Interessierten zum Tag der offenen Tür ein. Viele Menschen waren der Einladung gefolgt. Teils aus Neugier, was da in Schönwalde, direkt an der Pappelallee entstanden ist, teils aus Interesse daran, für einen Angehörigen oder gar für sich selbst einen Platz in der Einrichtung anzufragen. Regionalleiterin Katja Kühn und ihr Team führten die immer wieder neu zukommenden Gäste durchs Haus, erklärten das Einrichtungskonzept, beantworteten Fragen und standen beratend zur Seite. 

Das Seniorenzentrum bietet künftig 103 Menschen mit einem Pflegegrad eine häusliche Atmosphäre. Durch das Raumkonzept können kleinere Pflegegruppen von 12-15 Personen gebildet werden, denen jeweils ein Pflegeteam zugeordnet sein wird. Den Pflegebedürftigen steht ein Einzelzimmer mit einer Größe von ca. 17m² zur Verfügung. Bodentiefe Fenster, die sich auch in den Gemeinschaftsräumen wiederfinden, sorgen für optimale Lichtverhältnisse. Das Farbkonzept, welches durch das Spätsommerfarbspiel in der Pappelallee inspiriert wurde und durch warme Töne geprägt ist, trägt ebenfalls zum Wohlfühlen bei. 

Ein besonderer Mehrwert ist darüber hinaus in den großzügigen Gemeinschaftsbalkonen und Terrassen zu sehen, die sich in jeder der vier Etagen finden. Ergänzend laden Caféteria und Lounge zum Verweilen ein. 

Mit dem Neubau Seniorenzentrum am Stadtpark, werden die Pflegeinrichtungen Gottfried-Janczikowski-Haus in Züssow und das Haus Meeresblick in Lubmin ihren Betrieb nach Greifswald verlegen. Bereits in zwei Wochen werden die ersten Bewohner*innen der ehemaligen ländlichen Standorte die neuen Räumlichkeiten beziehen. Mit dem Umzug nach Greifswald erweitert der Pommersche Diakonieverein e.V. als Träger der Einrichtung, der bereits das Senioren- und Wohnzentrum in der Soldtmannstraße betreibt, sein stationäres Pflegeangebot in der Hansestadt.

Für die Inbetriebnahme wünschen wir dem Team gutes Gelingen und allen Bewohner*innen ein gutes Ankommen im neuen zu Hause. 
 

Das Berufsbildungswerk Greifswald hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt – fachlich, strukturell und inhaltlich. Während das BBW bislang vor allem für seine Spezialisierung im Bereich Autismus stand, wird heute ein umfassenderer Ansatz verfolgt, der sich an der gesamten Bandbreite der Neurodiversität orientiert. Damit soll ein Lern- und Arbeitsumfeld geschaffen werden, in dem sich alle jungen Menschen mit Förderbedarfen gesehen, verstanden und unterstützt fühlen. Die neuen Qualitätskriterien des BBW sind dafür ein wichtiger Baustein – und ein klares Signal für unseren Anspruch, moderne berufliche Bildung noch inklusiver zu gestalten. 

Warum dieser Schritt?
Die Auszubildendenstruktur hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert: Heute begegnet man gleichermaßen jungen Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) wie auch mit Aufmerksamkeitsdefizit-/(Hyperaktivitäts-)Störung (AD(H)S). Diese Vielfalt ist eine Bereicherung – und zugleich ein Auftrag, die pädagogische Arbeit noch breiter aufzustellen.

Aus diesem Grund haben wir uns gegen eine Re-Zertifizierung für das Gütesiegel „Autismusgerechtes BBW“ (2021 bis 2024) entschieden. Stattdessen gehen wir einen Schritt weiter: Um allen Teilnehmenden gerecht zu werden, wurden in den zurückliegenden Monaten die hauseigenen Qualitätskriterien weiterentwickelt, die bewusst über die Zielgruppe des früheren Gütesiegels hinausgehen. Als neues neurodiversitätsorientiertes Fundament für unsere Arbeit definieren sie verbindliche Standards im Umgang mit allen Auszubildenden. Darin sind gleichermaßen die Bedarfe von Auszubildenden mit ASS, mit AD(H)S und anderen Förderbedarfen berücksichtigt. Mit diesem neuen Ansatz wird unterstrichen, dass wir unsere Auszubildenden als vielfältige Persönlichkeiten mit individuellen Stärken und Herausforderungen sehen. Neurodiversität ist ein Leitgedanke, der unsere Haltung prägt und unsere pädagogische Praxis weiterentwickelt. 

Diese hauseigenen Qualitätskriterien wurden gemeinsam mit externen Partnern, unter anderem mit dem Beratungsdienst Autismus Greifswald, dem Landesverband Autismus sowie verschiedenen Autismus-Zentren erarbeitet. Grundlage bilden sowohl aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse als auch langjährige Praxiserfahrungen unserer Fachkräfte.

Der Fachdienst Neurodiversität 
Ein Baustein der neuen Qualitätskriterien ist die Weiterentwicklung des Fachdienstes Autismus zum Fachdienst Neurodiversität. Zertifizierte Trainerinnen beraten, unterstützen und coachen als Teil des Teams Fachdienste – neben Tagespädagoginnen, Ergotherapeutinnen und Psychologinnen – die Teilnehmenden in ihrem persönlichen Umfeld. Darüber hinaus stehen den einzelnen Reha-Teams bei besonderen Fragestellungen in allen Phasen von Berufsvorbereitung und Ausbildung zur Verfügung.

Ziel ist dabei nicht nur die Erreichung eines Ausbildungsabschlusses, sondern eine nachhaltige und ganzheitliche Lebensperspektive. Weitere Ziele:

  • Aufbau sozialer, personaler und methodischer Kompetenzen
  • psychische Stabilität
  • Wiederherstellung bzw. Erhalt von psychischer Belastbarkeit & Leistungsfähigkeit
  • Abbruchprophylaxe und Reduzierung von Ausfallzeiten
  • Krisenmanagement und Entwicklung von Problemlösungsstrategien

Damit verbundene Aufgaben des Fachdienstes Neurodiversität sind unter anderem:

  • Einzelcoaching und Gruppenarbeit
  • Erarbeiten von individuellen Strukturierungs- und Orientierungshilfen
  • Vermittlung von Selbstregulationstechniken
  • Bestärkung der Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden
  • Krisenintervention
  • Unterstützung und Beratung der Reha-Teams
  • Konzeptionelle Arbeit und Organisationsentwicklung
  • Netzwerkarbeit; Mitwirkung in Gremien und Arbeitsgruppen
     

Manchmal tut es einfach gut, rauszukommen und den eigenen Blick zu weiten. Genau das haben wir getan: Das Bildungsfachteam und der Dienst zur betrieblichen Inklusion der Greifenwerkstatt waren zu Gast im Ramper Werk – unter dem Motto „Lernen von den Besten – und Lernen voneinander. Berufliche Bildung im Dialog“.

Wir wurden freundlich empfangen und sind offen ins Gespräch gestartet. In einer persönlichen Vorstellungsrunde ging es nicht nur um Funktionen und Aufgaben, sondern auch um Erwartungen und aktuelle Themen, die uns beschäftigen. Schnell wurde klar: Die Herausforderungen ähneln sich – und sind doch überall ein bisschen anders.

Beide Einrichtungen stellten ihre Konzepte der beruflichen Bildung, Qualifizierungs- und Zertifikatsbausteine sowie ihre Kompetenzanalysen vor. Im Austausch zu Fehlzeitenkonzepten, Übergangsmanagement und zum Budget für Arbeit wurde es konkret. Was funktioniert? Wo hakt es? Und wie gehen andere mit ähnlichen Fragestellungen um?

Besonders eindrücklich war für uns die Besichtigung der Bereiche der Beruflichen Bildung, der Tischlerei sowie des Kreativbereichs mit Keramik- und Stoffverarbeitung. Zu sehen, wie andere Werkstätten arbeiten, welche Schwerpunkte sie setzen und wie sie mit Themen wie Größe oder Erreichbarkeit umgehen, hat unseren eigenen Blick geschärft.

Für uns als Team war dieser Tag gleichzeitig ein etwas anderer Klausurtag. Schon die gemeinsame Fahrt haben wir genutzt, um ins Gespräch zu kommen – und auch auf der Rückfahrt wurde weitergedacht. Die Atmosphäre war offen und zugewandt, die Zeit verging schnell.

Im abschließenden Austausch ging es um die Frage, wie zukunftsfähige Strukturen im Eingangsverfahren, im Berufsbildungsbereich und im Übergangsmanagement aussehen können – und was es braucht, um sie zu entwickeln.
Dass wir den Folgetermin direkt vor Ort festgemacht haben, war uns wichtig. Wir wollten sicherstellen, dass der Austausch nicht bei einem guten Vorsatz bleibt. Im Juli treffen wir uns in Greifswald – und führen das Gespräch weiter.
Ein Tag mit ehrlichem Dialog, unterschiedlichen Perspektiven und einigen Denkanstößen, die uns noch eine Weile begleiten werden.

Die vier Tage waren geprägt von einer offenen, motivierenden Lernatmosphäre, in der sich alle aktiv eingebracht und gegenseitig unterstützt haben. Im Mittelpunkt stand ein verständlicher und praxisnaher Einstieg in die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Die Gruppe bekam einen klaren Überblick darüber, wie die ICF entstanden ist, welche gesetzlichen Grundlagen dahinterstehen und warum sie heute eine so wichtige Rolle im bio psycho sozialen Verständnis von Gesundheit spielt.

Ziel war es, die ICF als gemeinsame Sprache im Reha  und Teilhabekontext sicher anwenden und später im eigenen BBW weitergeben zu können. Die Schulung kombinierte Hintergrundwissen mit vielen praktischen Übungen. Dazu gehörten:
•    die Nutzung der ICF Skalen, um Ressourcen und Barrieren systematisch einzuschätzen
•    interdisziplinäre Zusammenarbeit auf Basis eines gemeinsamen Verständnisses von Teilhabe
•    ICF basierte Förderplanung
•    Fallbeispiele, Übungen aus dem Alltag der BBW und Reflexion eigener Vorgehensweisen
So konnten die Teilnehmenden direkt ausprobieren, wie die ICF im Arbeitsalltag unterstützt und Orientierung gibt.

Die Schulung wurde von sechs erfahrenen Referent*innen gestaltet – allesamt langjährige ICF Multiplikator*innen. Mirko Feuerhahn und Verena Drescher aus den BBW Hannover, Birgit Heimann und Sünje Matzen aus dem BBW Husum, Anja Schneider aus dem BBW Greifswald und Maren Dierlamm aus dem BBW Waiblingen. Sie gaben nicht nur ihr umfangreiches Wissen und ihre Praxiserfahrungen weiter, sondern vermittelten auch die Haltung, die mit der ICF verbunden ist: ressourcenorientiert, respektvoll, teilhabeorientiert und immer mit dem Blick auf die individuellen Stärken junger Menschen.

Ein großer Gewinn war der intensive Austausch untereinander. Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufsrollen brachten ihre Erfahrungen ein, diskutierten Praxisbeispiele und entwickelten gemeinsam neue Ideen für die Anwendung der ICF. Dabei wurde deutlich, wie wertvoll verschiedene Perspektiven sind, wenn es darum geht, eine gemeinsame Fachsprache weiterzuentwickeln.

Mit ihrem Engagement tragen die neuen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren dazu bei, die ICF in den Berufsbildungswerken weiter zu verankern und die Qualität der Arbeit langfristig zu stärken. Unterstützt wird das durch die regelmäßigen Austauschformate der ICF Multiplikator*innen, in denen gemeinsam an der Weiterentwicklung der ICF Praxis gearbeitet wird.

Heute, am 27. Februar 2026 war es so weit. Die Absolventen der Klasse KApH24 haben nach 1,5 Jahren ihre Ausbildung zur Kranken- und Altenpflegehilfe abgeschlossen. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle nochmal - Wir sind stolz auf euch!

Ihr habt eineinhalb Jahre gelernt, was Pflege wirklich bedeutet. Nicht nur Theorie, nicht nur Praxis, sondern vor allem Menschlichkeit und Empathie.

Ihr habt Frühdienste überlebt, Spätdienste durchgestanden und ihr wisst jetzt sehr genau wie wichtig Kaffee, Teamarbeit und Humor im Pflegealltag sind. Ihr habt durchgehalten, euch weiterentwickelt und gezeigt, dass man mit Engagement, Herz und gegenseitiger Unterstützung viel erreichen kann.

Jetzt endet eure Ausbildung bei uns... aber euer Weg in der Pflege fängt an. Wir hoffen das wir den einen oder die andere von euch wiedersehen, bei einem unserer vielen Weiterbildungsangeboten.

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