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Gleich hier geht's zum Voting: Abstimmen beim Deutschen Engagementpreis

Das Publikumsvoting hat begonnen

Der Bürgerhafen Greifswald nimmt am Publikumsvoting des Deutschen Engagementpreises 2026 teil, gemeinsam mit knapp 500 Projekten und Personen aus ganz Deutschland. Alle wurden vorher schon mit einem Engagementpreis ausgezeichnet, der Bürgerhafen war im vergangenen Januar mit dem Drei-Königs-Preis 2026 des Erzbistums Berlin ausgezeichnet worden. Bis zum 29. Oktober 2026 können Sie nun den Bürgerhafen mit Ihrer Stimme unterstützen. Es dauert zwei Minuten: Link öffnen, Handynummer eingeben , mit SMS-Code bestätigen. Schon fertig. Im Rennen ist das Projekt “Tandems, voneinander profitieren – Selbstwirksamkeit stärken.” Vielen inzwischen besser bekannt als „Sprachtandem“–Projekt!

Was macht das Projekt “Sprachtandem” aus?

Das Projekt trägt dazu bei, mithilfe von Ehrenamtlichen Integrationskursteilnehmer:innen den Spracherwerb besonders im Alltag zu erleichtern, um ihre Chancen auf Partizipation zu verbessern. Die Anwendung unterschiedlicher Methoden, wie Praxislernen in Alltagssituationen, die Ausübung gemeinsamer Hobbys und die gemeinsame Freizeitgestaltung neben dem Kurs, verringern den Stress und mindern den Druck beim Lernen. Im Vordergrund steht deshalb nicht das Bestehen der Prüfung um jeden Preis, sondern Freude beim Lernen und vor allem Sicherheit beim Sprechen zu erreichen, den interkulturellen Dialog zu fördern und durch Stärkung von Selbstwirksamkeit den Integrationsprozess voranzubringen, so dass die Teilnehmer:innen in der Aufnahmegesellschaft ankommen. Die allermeisten beteiligten Ehrenamtlichen sind keine Pädagog:innen, sondern haben Spaß am interkulturellen Dialog und Freude daran, neue Menschen kennenzulernen.

Wer sich angesprochen fühlt, ist sehr herzlich eingeladen und kann sich beim Bürgerhafen melden. Denn der Bedarf an Unterstützung beim Lernen der deutschen Sprache ist nach wie vor ungebrochen.

Wie junge Menschen mit Behinderungen ihre Zukunft aktiv mitgestalten können – dieses Thema stand im Mittelpunkt des Parlamentarischen Abends der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) am 23. September in Berlin.

Unter dem Motto „Ausbildung im Spannungsfeld von Krise, Demokratie und KI“ diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Bildung und Praxis über die Zukunft beruflicher Rehabilitation, Teilhabe und Fachkräftesicherung. Moderiert 
wurde die Veranstaltung von der Journalistin Kerstin Palzer. Ein besonderer Schwerpunkt des Abends war die Podiumsdiskussion, an der auch Stefanie Niemeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BAG BBW und Bereichsgeschäftsführerin des BBW Greifswald, teilnahm. 

Gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Kerstin Griese sowie den Auszubildenden Leo Lausberg und Raphael Möllenhoff aus dem BBW Potsdam sprach sie über die Bedeutung von Mitbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe für junge Menschen mit Behinderungen. Die Auszubildenden schilderten dabei ihre Perspektiven und Sorgen hinsichtlich möglicher Einsparungen im Bereich der beruflichen Rehabilitation. Stefanie Niemeyer machte deutlich, dass Teilhabe bereits während der Ausbildung beginnt. 

In den Berufsbildungswerken übernehmen Teilnehmenden-Vertretungen Verantwortung, bringen ihre Ideen ein und gestalten Ausbildungsbedingungen aktiv mit. Die zentrale Botschaft des Abends war klar: Berufsbildungswerke vermitteln nicht nur berufliche Qualifikationen. Sie schaffen Räume, in denen junge Menschen Selbstwirksamkeit erfahren, Verantwortung übernehmen und erleben können, dass ihre Stimme zählt. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für Demokratie, Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
 

Die Teilnehmenden stellten sich verschiedenen sportlichen Herausforderungen und wuchsen dabei über sich hinaus. Besonders beim 800-Meter-Lauf zeigte sich großer Ehrgeiz: Trotz Seitenstichen wurde durchgehalten und bis ins Ziel gelaufen. Ein echter Gänsehautmoment entstand, als Schüler*innen der verschiedenen teilnehmenden Schulen die Läufer*innen mit kräftigem Applaus unterstützten.

Auch die Helfenden vom Kreissportbund begleiteten die Teilnehmenden wieder mit viel Respekt und Herz und unterstützte sie bei den einzelnen Disziplinen. Etwas schade war, dass die erbrachten Leistungen aufgrund des bestehenden Leistungskatalogs nicht für ein Sportabzeichen gewertet werden konnten. Daraus entstand einmal mehr der Wunsch nach einem „Sportabzeichen inklusiv“, das unterschiedliche Voraussetzungen berücksichtigt und sportliche Leistungen für alle würdigt.

Unabhängig davon waren sich am Ende alle einig: Der Sportabzeichentag war wieder ein besonderes Erlebnis, das viel Freude gemacht hat.

Es ist ein besonderer Besuch. Der Dienst zur betrieblichen Inklusion ist in der Mensa des Studierendenwerks in der Friedrich-Loeffler-Straße zu Besuch. Dort sind drei Menschen tätig, die wir begleiten und unterstützen, ob auf ausgelagerten Arbeitsplätzen oder im Rahmen des Budgets für Arbeit. Drei Menschen, drei Arbeitsplätze, drei ganz unterschiedliche Wege in die Arbeitswelt. Und mittendrin und einer von den Dreien: Herr Zeip. Ein Mitarbeiter, für den die letzten Tage in der Mensa angebrochen sind.

Seit 2019 gehört er hier zum Team. Fast sieben Jahre voller Arbeit, Begegnungen, Routinen und vieler kleiner Geschichten, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Jetzt ist sein vorletzter Arbeitstag. Und irgendwie liegt an diesem Tag schon etwas in der Luft. Ein bisschen Aufregung. Ein bisschen Wehmut. Und auch Vorfreude. Denn die Kolleg*innen planen für seinen letzten Tag einen kleinen Abschied. Herr Grothmann, der Chef vor Ort, nimmt das Ganze mit Humor. Ganz unter Männern, kumpelig und mit einem Augenzwinkern, erzählt er, dass Herr Zeip eigentlich vorgehabt habe, „ihn (dienstlich) zu überleben“. Doch daraus wird nun nichts – zumindest nicht ganz: Der Chef bleibt noch ein halbes Jahr länger. Man merkt schnell: Hier geht jemand nicht einfach nur von einem Arbeitsplatz. Hier verabschiedet sich ein Mensch von einem Stück Alltag, das ihn über viele Jahre begleitet hat.
Aber: Es ist kein Abschied vom Arbeitsleben.

Aufgrund seines Alters steht ein Wechsel der Tätigkeit an. Künftig wird er wieder im Arbeitsbereich der Werkstatt tätig sein. Ein Teil seiner Aufgaben wird im hauswirtschaftlichen Bereich liegen, der Schwerpunkt aber im Montagebereich. Und das Besondere daran? Dort ist er keineswegs ein Fremder. Viele Jahre hat er bereits in diesem Bereich gearbeitet. Er kennt die Abläufe, die Arbeit – und vor allem viele der Menschen dort. Entsprechend groß ist die Freude auf das Wiedersehen. Ein neues Kapitel also. Mit einigen bekannten Seiten. Das zeigt, dass auch ein Wechsel nach vielen Jahren kein Rückschritt sein muss. Es kann vielmehr ein neuer, passender Schritt sein – angepasst an die aktuelle Lebenssituation und die eigenen Bedürfnisse.

Drei Menschen. Drei Geschichten. Drei unterschiedliche Wege.

Was sie verbindet, ist die Möglichkeit, ihren eigenen Platz in der Arbeitswelt zu finden. Und vielleicht ist genau das Inklusion: nicht für alle denselben Weg zu bauen, sondern unterschiedliche Wege möglich zu machen. Der Abschied in der Mensa fällt deshalb nicht leicht. Ein bisschen traurig sind sie schon, die Kolleg*innen. Und auch bei ihm ist die Wehmut spürbar. Aber da ist gleichzeitig dieses Lächeln. Denn hinter dem Abschied wartet schon etwas Neues. Neue Aufgaben. Alte Bekannte. Neue Routinen. Und vor allem die Gewissheit: Es geht weiter. Wir freuen uns über die vielen unterschiedlichen Wege, die berufliche Teilhabe möglich machen.

 Denn am Ende zählt nicht, dass alle denselben Weg gehen. Sondern dass jede*r den eigenen finden kann.

Bereits während der Hinfahrt war die Vorfreude der Teilnehmenden aus der Gärtnerei auf den gemeinsamen Ausflug deutlich spürbar. Nach einem kurzen Frühstücksstopp auf einer Raststätte erreichte die Gruppe gegen 10:30 Uhr das Ausstellungsgelände. Mithilfe eines Lageplans verschafften sich die Teilnehmenden zunächst einen Überblick über die zahlreichen Angebote und Ausstellungsbereiche. Anschließend erkundeten sie das weitläufige Gelände in kleinen Gruppen. So konnten die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Beschäftigten optimal berücksichtigt werden.

Besonders beeindruckend waren die riesigen modernen Traktoren und Erntemaschinen. Ein weiteres Highlight stellte der Besuch der Tierausstellung dar. Hier bot sich die Gelegenheit, Groß- und Kleinvieh aus nächster Nähe zu erleben. Für große Freude sorgten dabei vor allem die Möglichkeiten zum Streicheln einiger Tiere sowie die abwechslungsreichen Tiervorführungen.

Im Bereich Gartenbau und Grünflächenpflege standen der liebevoll gestaltete „MeLa-Garten“ mit regionalen Pflanzen und Obstsorten sowie moderne Gartentechnik im Mittelpunkt des Interesses. Gleichzeitig konnten die Besucher*innen auch historische Technik entdecken: So wurde mit einer Hand-Apfelpresse aus den 1950er-Jahren vor Ort naturbelassener Apfelsaft hergestellt.

Während eines gemeinsamen Mittagessens wurden die ersten Eindrücke und Erlebnisse des Tages ausgetauscht. Nach einem abschließenden Rundgang traf sich die Gruppe gegen 15:00 Uhr zur Heimfahrt. Zwar waren alle Teilnehmenden am Ende des Tages etwas erschöpft, zugleich aber auch voller schöner Eindrücke und neuer Erfahrungen.

Die Bildungsfahrt zur MeLa war für alle Beteiligten ein rundum gelungener und erlebnisreicher Ausflug.
 

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