Bin ich hier richtig? Diese Frage stelle ich mir Donnerstagabend, als ich über die Robert-Blum-Straße die Stufen zur Stadthalle hinauf gehe. Ich suche nach einem Plakat, einem Aufsteller o.ä., dass darauf hinweist, dass hier gleich der Themenabend „Psychische Erkrankungen“ stattfinden soll. Hm. Nichts. Doch hinter der Tür herrscht bereits ein reger Austausch zwischen den zwölf, dreizehn Akteuren aus sozialen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Einrichtungen und Initiativen, die sich den erwarteten Besuchern mit ihren verschiedenen Angeboten vorstellen möchten. Ein „Markt der Möglichkeiten“, der Betroffenen und deren Bezugspersonen Einblick in die verschiedenen regionalen Unterstützungsangebote bei psychischen Erkrankungen geben soll. Gleichzeitig ist der Markt eine gute Gelegenheit für die Akteure zu netzwerken. Diese Möglichkeit nutzten auch die Vertretungen der Unternehmensgruppe Pommersche Diakonie, die an diesem Abend mit Leistungsangeboten der Sozialpsychiatrie des GB assistieren, der Greifenwerkstatt, der Norddeutschen Gesellschaft für Bildung und Soziales sowie des Berufsbildungswerks vertreten gewesen sind.
Zunehmend füllt sich das Foyer. Ein reger Zulauf an den verschiedenen Ständen. Ich bin überrascht, wie viele Menschen, den Weg zum Themenabend gefunden haben, wo doch vermeintlich öffentlich kein Schild darauf hindeutet, welche vielfältigen Unterstützungsangebote bei psychischen Erkrankungen heute hier vorgestellt werden. Die Antwort ist so simple wie einfach: Trotz des öffentlichen Charakters der Veranstaltung, soll den Betroffenen gleichzeitig ein geschützter Raum geboten werden, um sich informieren und beraten lassen zu können. Das Konzept scheint aufzugehen. Unterstützungssuchende und Unterstützende finden zueinander, kommen ins Gespräch, klären auf, eröffnen Perspektiven. Für die UGPD eine gute Möglichkeit, sich nicht nur auf dem Markt zu präsentieren, sondern sich gleichwohl mit ihren Leistungsangeboten am Markt weiter zu etablieren, um möglichst vielen Menschen mit entsprechendem Unterstützungsbedarf eine Perspektive zu geben.