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Aktuelles

Gemeinsame Aktivitäten sind für die Bewohner*innen der Gützkower Landstraße 30 immer etwas Besonderes. Insbesondere der Besuch von Veranstaltungen ist mit großer Vorfreude verbunden und fördert den inklusiven Ansatz. Denn hier sind alle gleich. Das verbindende Moment ist das gemeinsame Erlebnis und der Spaß an der Sache. Diesen hatte die Gruppe aus der Gützkower Landstraße definitiv, als sie im Sommer dieses Jahres eine Musik-Show in Greifswald besuchte. Ausgelassen tanzten sie mit den begleitenden Betreuern zu den gespielten Melodien. Damit vielen sie auf. Michael Remer vom Golfpark Strelasund war begeistert von der Arbeit, die das Team um Henry Heidrich-Köhn jeden Tag im Sinne der ihnen anvertrauten Menschen leistet. Diese Arbeit wollte er gerne unterstützen. 

Mit dem jährlich stattfindenden caritativen Golfturnier „Der Preis des Präsidenten“, zu welchem Michael Remer als Clubpräsident Mitglieder, Partner und Gäste einlädt, werden für soziale und gemeinnützige Einrichtungen Einnahmen aus den Startgeldern, einer großen Tombola und zusätzlichen Spenden gesammelt. In diesem Jahr die Rekordsumme von 15.200 €. Zu den Spendenempfängern gehören die Bewohner*innen und das Team aus der Gützkower Landstraße 30. Für Teamleiter Henry Heidrich-Köhn eine ganz besondere Wertschätzung, da nicht nur die Arbeit sondern auch die Menschen dahinter öffentlich wahrgenommen werden. 

Zur symbolischen Scheckübergabe im Golfpark Strelasund lies es sich Michael Remer nicht nehmen mit den Gästen ins Gespräch zu gehen, um mehr über das Leben und Arbeiten im assistierten Wohnen zu erfahren. Henry Heidrich-Köhn und sein Team dürfen sich nun über 7.600 € freuen. Geld, dass sie in verschiedene Projekte für die Bewohner*innen der Gützkower Landstraße investieren möchten. 

Der Tag begann in gemütlicher Runde mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem sich alle auf den bevorstehenden Ausflug einstimmen konnten. Anschließend führte der Weg zur Heidelbeerscheune, wo die Teilnehmer*innen interessante Einblicke in die Welt der Heidelbeere erhielten. Sie erfuhren Wissenswertes über den Anbau und die Verarbeitung der Früchte und hatten zudem Gelegenheit, den dazugehörigen Hofladen zu erkunden.

Dabei wurden schnell interessante Parallelen zum eigenen Arbeitsbereich deutlich. Denn ganz nach dem Vorbild eines regionalen Hofladens bietet auch die Heidelbeerscheune neben hochwertigen Eigenerzeugnissen eine vielfältige Auswahl an Produkten kleinerer Betriebe aus der Region an. Das Sortiment reicht von Fleisch- und Wurstwaren über Marmeladen, Chutneys, Säfte und Käse bis hin zu gärtnerischen Erzeugnissen. Ergänzt wird das Angebot durch liebevoll gestaltete Keramikartikel mit Blaubeermotiven.

Mit großem Interesse lauschten die Mitarbeiter*innen den Ausführungen, stellten Vergleiche zum eigenen Betrieb an und nutzten die Gelegenheit, neue Eindrücke zu sammeln sowie neue regionale Produkte kennenzulernen.

Die Bildungsfahrt bot nicht nur viele interessante Informationen und neue Erkenntnisse, sondern auch Raum für den gemeinsamen Austausch und das Miteinander außerhalb des Arbeitsalltags.

So ging ein rundum gelungener Tag zu Ende, der allen Beteiligten schöne Erinnerungen und wertvolle Impulse für die eigene Arbeit mit auf den Weg gab.

Und schon jetzt lässt sich sagen: Es war ein voller Erfolg! Begleitet wurden sie dabei abwechselnd von einer Bildungsbegleiterin und einem Bildungsbegleiter, die vor Ort unterstützten und Ansprechpartner für die Praktikanten waren. Der Zeitpunkt hätte kaum spannender sein können: Die Woche vor Halloween und ein bevorstehender Feiertag sorgten für ein besonders lebhaftes Marktgeschehen. Volle Regale, viele Kund*innen und jede Menge zu tun – so konnten die Teilnehmenden den Arbeitsalltag im Einzelhandel unmittelbar kennenlernen.

Vielfältige Aufgaben und neue Erfahrungen
Ob in der Convenience-Abteilung, in der Schnibbelküche, bei der Obst- und Gemüsevorbereitung oder im Backshop: Die Teilnehmenden durften verschiedene Tätigkeiten ausprobieren und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Sie unterstützten beispielsweise bei der Zubereitung und Vorbereitung von Lebensmitteln, arbeiteten mit der Raspelmaschine, garnierten Quark und lernten unterschiedliche Abläufe kennen. Auch beim Auffüllen von Tiernahrung und Drogerieartikeln sowie bei der Warenverräumung konnten sie praktische Erfahrungen sammeln. Zwischendurch wurde sogar abteilungsübergreifend ausgeholfen – beispielsweise bei der Kontrolle von Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD).
Dabei ging es nicht nur darum, Aufgaben kennenzulernen, sondern auch darum, sich in neue Situationen einzufinden, Arbeitsabläufe zu verstehen und Teil eines Teams zu werden.
Besonders schön war die positive Rückmeldung aus dem REWE-Team. Die Teilnehmenden wurden freundlich aufgenommen, erlebten eine große Hilfsbereitschaft und fühlten sich schnell als Teil der Gemeinschaft.

Wie viel die Woche den Teilnehmenden bedeutet hat, zeigte sich auch in ihren persönlichen Rückmeldungen. Eine Teilnehmerin berichtete begeistert, dass sie morgens bereits um vier Uhr aufgeregt und voller Vorfreude aufgestanden sei. Besonders die Arbeit in der Schnibbelküche und der Einsatz der Raspelmaschine hatten es ihr angetan. Zum Ende der Woche war die Freude über die gesammelten Erfahrungen allerdings auch mit etwas Wehmut verbunden: Sie sei traurig, nun gehen zu müssen, und hoffe sehr, wiederkommen zu können. Sogar der Wunsch, bei REWE ein längeres Praktikum zu absolvieren, wurde geäußert. Das sind Rückmeldungen, die zeigen, wie wertvoll solche Praxiserfahrungen sein können!

Eine Kooperation mit Zukunft
Die erste gemeinsame Erprobungswoche hat unsere Erwartungen sogar übertroffen. In der anschließenden Auswertung wurde deutlich, dass alle Beteiligten von dieser Zusammenarbeit profitieren. Die Teilnehmenden konnten ihre Interessen und Fähigkeiten entdecken, Sicherheit im Arbeitsalltag gewinnen und erste Kontakte zum allgemeinen Arbeitsmarkt knüpfen. Gleichzeitig erhielt das REWE-Team die Möglichkeit, engagierte Menschen kennenzulernen und sie bei ihren ersten Schritten in die Arbeitswelt zu begleiten.
Besonders motivierend ist die Rückmeldung aus dem Unternehmen: Die Unterstützung durch die Praktikant*innen wurde als „Gold wert“ beschrieben. Auch der Wunsch, künftig ein Ort für weitere berufliche Erprobungen zu sein, wurde bereits geäußert.
Unser gemeinsames Ziel ist es, Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen und zu fördern. Die erste Woche bei REWE hat eindrucksvoll gezeigt, wie gut das gelingen kann, wenn Menschen offen aufeinander zugehen, Chancen ermöglichen und gemeinsam neue Wege beschreiten.
Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und wünschen der zweiten Gruppe, die in dieser Woche startet, ebenso gute Eindrücke und positive Erfahrungen. 

 

 

 

 

Beim Stadtbauhof Gützkow sind zwei von uns begleitete Leistungsberechtigte im Arbeitsalltag mittendrin: Einer arbeitet im Rahmen des Budgets für Arbeit, der andere auf einem ausgelagerten Arbeitsplatz. Beide sind fest ins Team integriert, packen tatkräftig mit an und übernehmen ihre Aufgaben ganz selbstverständlich.

Bei unserem Besuch erleben wir ein Miteinander mit trockenem Humor und lockeren Sprüchen. Auf die Frage, ob sie sich gut verstehen, kommt die ehrliche Antwort: „Na ja, manchmal ja, manchmal nein.“ Und was gibt’s heute zum Mittagessen? „Stulle.“ „Stulle.“ Da sind sie sich einig. 

Aber die dunklen Herbstmorgen sorgen dafür wieder für Gesprächsstoff. Während der eine die Dunkelheit nicht mag, findet der andere: „Ist doch schön, dass es um sechs schon hell ist!“ Nach einem müden: „Aber nicht mehr lange“, folgt prompt der Konter: „Musst du mal die Augen aufmachen, Herr Steindorff“.

Ein rauer, herzlich-humorvoller Umgang, der zeigt: Die beiden gehören dazu.

Als Dienst zur betrieblichen Inklusion fördern wir Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und begleiten Leistungsberechtigte bei ihren Tätigkeiten in Unternehmen. Umso mehr freuen wir uns, wenn Teilhabe so selbstverständlich und herrlich normal gelebt wird wie hier beim Stadtbauhof Gützkow: mit engagierten Kollegen, passenden Aufgaben und einem Team, in dem jeder seinen Platz hat.

Und jetzt freuen sich beide erst einmal auf das Wochenende – das haben sie sich verdient!

 

Das BBW Greifswald ist in diesen Tagen Gastgeber der Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft BBW (BAG BBW). Dafür sind Leitungen sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter von 51 Berufsbildungswerken aus ganz Deutschland nach Greifswald gekommen.

Zum Auftakt erhielten die Gäste während einer Führung durch die Ausbildungsbereiche Einblicke in die vielfältigen Bildungs- und Qualifizierungsangebote des BBW Greifswald. Im Anschluss begann das zweitägige Treffen, bei dem aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Berufsbildungswerke im Mittelpunkt stehen.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Weiterentwicklung der Qualität in den Berufsbildungswerken, die Gewinnungsqualifizierter Fachkräfte sowie die Zukunft der beruflichen Rehabilitation und Teilhabe junger Menschen mit Behinderungen. Die Mitgliederversammlung bietet Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Positionen zu entwickeln und wichtige Impulse für die Verbandsarbeit der kommenden Jahre zu setzen.

Für das BBW Greifswald ist die Veranstaltung etwas Besonderes: Erstmals richtet die Einrichtung die jährlich stattfindende Mitgliederversammlung der BAG BBW aus und begrüßt dafür Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet. 

Unsere nächsten Veranstaltungen

Mit meinem Klavier um die Welt: Konzert mit Nikolai Denisov Greifswald | Cafeteria des BerufsBildungsWerks
Fachtagung „Chaos, Krisen, Kompetenzen - Adoleszenz im Echtzeitmodus“ Greifswald | Tagungs- und Freizeitzentrum im BerufsBildungsWerk
Weihnachtsbasar in der Tagesgruppe Steg Greifswald | Tagesgruppe Steg
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