Pommersche Diakonie Lebensfelder bestellen

Aktuelles

Der Tag begann in gemütlicher Runde mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem sich alle auf den bevorstehenden Ausflug einstimmen konnten. Anschließend führte der Weg zur Heidelbeerscheune, wo die Teilnehmer*innen interessante Einblicke in die Welt der Heidelbeere erhielten. Sie erfuhren Wissenswertes über den Anbau und die Verarbeitung der Früchte und hatten zudem Gelegenheit, den dazugehörigen Hofladen zu erkunden.

Dabei wurden schnell interessante Parallelen zum eigenen Arbeitsbereich deutlich. Denn ganz nach dem Vorbild eines regionalen Hofladens bietet auch die Heidelbeerscheune neben hochwertigen Eigenerzeugnissen eine vielfältige Auswahl an Produkten kleinerer Betriebe aus der Region an. Das Sortiment reicht von Fleisch- und Wurstwaren über Marmeladen, Chutneys, Säfte und Käse bis hin zu gärtnerischen Erzeugnissen. Ergänzt wird das Angebot durch liebevoll gestaltete Keramikartikel mit Blaubeermotiven.

Mit großem Interesse lauschten die Mitarbeiter*innen den Ausführungen, stellten Vergleiche zum eigenen Betrieb an und nutzten die Gelegenheit, neue Eindrücke zu sammeln sowie neue regionale Produkte kennenzulernen.

Die Bildungsfahrt bot nicht nur viele interessante Informationen und neue Erkenntnisse, sondern auch Raum für den gemeinsamen Austausch und das Miteinander außerhalb des Arbeitsalltags.

So ging ein rundum gelungener Tag zu Ende, der allen Beteiligten schöne Erinnerungen und wertvolle Impulse für die eigene Arbeit mit auf den Weg gab.

Und schon jetzt lässt sich sagen: Es war ein voller Erfolg! Begleitet wurden sie dabei abwechselnd von einer Bildungsbegleiterin und einem Bildungsbegleiter, die vor Ort unterstützten und Ansprechpartner für die Praktikanten waren. Der Zeitpunkt hätte kaum spannender sein können: Die Woche vor Halloween und ein bevorstehender Feiertag sorgten für ein besonders lebhaftes Marktgeschehen. Volle Regale, viele Kund*innen und jede Menge zu tun – so konnten die Teilnehmenden den Arbeitsalltag im Einzelhandel unmittelbar kennenlernen.

Vielfältige Aufgaben und neue Erfahrungen
Ob in der Convenience-Abteilung, in der Schnibbelküche, bei der Obst- und Gemüsevorbereitung oder im Backshop: Die Teilnehmenden durften verschiedene Tätigkeiten ausprobieren und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Sie unterstützten beispielsweise bei der Zubereitung und Vorbereitung von Lebensmitteln, arbeiteten mit der Raspelmaschine, garnierten Quark und lernten unterschiedliche Abläufe kennen. Auch beim Auffüllen von Tiernahrung und Drogerieartikeln sowie bei der Warenverräumung konnten sie praktische Erfahrungen sammeln. Zwischendurch wurde sogar abteilungsübergreifend ausgeholfen – beispielsweise bei der Kontrolle von Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD).
Dabei ging es nicht nur darum, Aufgaben kennenzulernen, sondern auch darum, sich in neue Situationen einzufinden, Arbeitsabläufe zu verstehen und Teil eines Teams zu werden.
Besonders schön war die positive Rückmeldung aus dem REWE-Team. Die Teilnehmenden wurden freundlich aufgenommen, erlebten eine große Hilfsbereitschaft und fühlten sich schnell als Teil der Gemeinschaft.

Wie viel die Woche den Teilnehmenden bedeutet hat, zeigte sich auch in ihren persönlichen Rückmeldungen. Eine Teilnehmerin berichtete begeistert, dass sie morgens bereits um vier Uhr aufgeregt und voller Vorfreude aufgestanden sei. Besonders die Arbeit in der Schnibbelküche und der Einsatz der Raspelmaschine hatten es ihr angetan. Zum Ende der Woche war die Freude über die gesammelten Erfahrungen allerdings auch mit etwas Wehmut verbunden: Sie sei traurig, nun gehen zu müssen, und hoffe sehr, wiederkommen zu können. Sogar der Wunsch, bei REWE ein längeres Praktikum zu absolvieren, wurde geäußert. Das sind Rückmeldungen, die zeigen, wie wertvoll solche Praxiserfahrungen sein können!

Eine Kooperation mit Zukunft
Die erste gemeinsame Erprobungswoche hat unsere Erwartungen sogar übertroffen. In der anschließenden Auswertung wurde deutlich, dass alle Beteiligten von dieser Zusammenarbeit profitieren. Die Teilnehmenden konnten ihre Interessen und Fähigkeiten entdecken, Sicherheit im Arbeitsalltag gewinnen und erste Kontakte zum allgemeinen Arbeitsmarkt knüpfen. Gleichzeitig erhielt das REWE-Team die Möglichkeit, engagierte Menschen kennenzulernen und sie bei ihren ersten Schritten in die Arbeitswelt zu begleiten.
Besonders motivierend ist die Rückmeldung aus dem Unternehmen: Die Unterstützung durch die Praktikant*innen wurde als „Gold wert“ beschrieben. Auch der Wunsch, künftig ein Ort für weitere berufliche Erprobungen zu sein, wurde bereits geäußert.
Unser gemeinsames Ziel ist es, Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen und zu fördern. Die erste Woche bei REWE hat eindrucksvoll gezeigt, wie gut das gelingen kann, wenn Menschen offen aufeinander zugehen, Chancen ermöglichen und gemeinsam neue Wege beschreiten.
Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und wünschen der zweiten Gruppe, die in dieser Woche startet, ebenso gute Eindrücke und positive Erfahrungen. 

 

 

 

 

Beim Stadtbauhof Gützkow sind zwei von uns begleitete Leistungsberechtigte im Arbeitsalltag mittendrin: Einer arbeitet im Rahmen des Budgets für Arbeit, der andere auf einem ausgelagerten Arbeitsplatz. Beide sind fest ins Team integriert, packen tatkräftig mit an und übernehmen ihre Aufgaben ganz selbstverständlich.

Bei unserem Besuch erleben wir ein Miteinander mit trockenem Humor und lockeren Sprüchen. Auf die Frage, ob sie sich gut verstehen, kommt die ehrliche Antwort: „Na ja, manchmal ja, manchmal nein.“ Und was gibt’s heute zum Mittagessen? „Stulle.“ „Stulle.“ Da sind sie sich einig. 

Aber die dunklen Herbstmorgen sorgen dafür wieder für Gesprächsstoff. Während der eine die Dunkelheit nicht mag, findet der andere: „Ist doch schön, dass es um sechs schon hell ist!“ Nach einem müden: „Aber nicht mehr lange“, folgt prompt der Konter: „Musst du mal die Augen aufmachen, Herr Steindorff“.

Ein rauer, herzlich-humorvoller Umgang, der zeigt: Die beiden gehören dazu.

Als Dienst zur betrieblichen Inklusion fördern wir Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und begleiten Leistungsberechtigte bei ihren Tätigkeiten in Unternehmen. Umso mehr freuen wir uns, wenn Teilhabe so selbstverständlich und herrlich normal gelebt wird wie hier beim Stadtbauhof Gützkow: mit engagierten Kollegen, passenden Aufgaben und einem Team, in dem jeder seinen Platz hat.

Und jetzt freuen sich beide erst einmal auf das Wochenende – das haben sie sich verdient!

 

Das BBW Greifswald ist in diesen Tagen Gastgeber der Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft BBW (BAG BBW). Dafür sind Leitungen sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter von 51 Berufsbildungswerken aus ganz Deutschland nach Greifswald gekommen.

Zum Auftakt erhielten die Gäste während einer Führung durch die Ausbildungsbereiche Einblicke in die vielfältigen Bildungs- und Qualifizierungsangebote des BBW Greifswald. Im Anschluss begann das zweitägige Treffen, bei dem aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Berufsbildungswerke im Mittelpunkt stehen.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Weiterentwicklung der Qualität in den Berufsbildungswerken, die Gewinnungsqualifizierter Fachkräfte sowie die Zukunft der beruflichen Rehabilitation und Teilhabe junger Menschen mit Behinderungen. Die Mitgliederversammlung bietet Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Positionen zu entwickeln und wichtige Impulse für die Verbandsarbeit der kommenden Jahre zu setzen.

Für das BBW Greifswald ist die Veranstaltung etwas Besonderes: Erstmals richtet die Einrichtung die jährlich stattfindende Mitgliederversammlung der BAG BBW aus und begrüßt dafür Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet. 

Zwei Tage lang hat sich im BBW Greifswald alles um persönliche Orientierung, Selbstreflexion und den Austausch miteinander gedreht. Im Rahmen des Bildungsprojekts „Tage der ethischen Orientierung“ (TEO) haben sich die teilnehmenden Auszubildenden auf eine imaginäre Flugreise begeben, die den Ausgangspunkt für zahlreiche Gespräche und Übungen bildet. Dabei standen Fragen im Mittelpunkt, die viele Menschen auf ihrem Lebensweg begleiten: Welches „Gepäck“ nehme ich mit auf meine Reise durchs Leben? Was gibt mir Halt und Orientierung? Wer oder was trägt mich in schwierigen Situationen? Und wie gehe ich damit um, wenn Pläne einmal nicht so verlaufen wie gedacht?

Die Inhalte wurden nicht nur in Gesprächen erarbeitet, sondern auch durch verschiedene Spiele, Gruppenaufgaben und kreative Methoden erlebbar gemacht. Ein besonderer Programmpunkt war die Gestaltung einer Burg aus Papier. Die Aufgabe bestand darin, sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen und diese symbolisch auf der Burg zu platzieren. Eigenschaften, die offen gezeigt werden und die andere Menschen leicht wahrnehmen können, fanden ihren Platz auf den Außenmauern. Persönliche Seiten, die man eher zurückhaltend zeigt oder nur engen Vertrauten anvertraut, wurden im Inneren der Burg festgehalten. So entstanden sehr individuelle Bauwerke, die die Vielfalt der Persönlichkeiten und Erfahrungen der Teilnehmenden sichtbar machten.

Das Projekt TEO bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, sich abseits des Ausbildungsalltags mit Fragen der eigenen Persönlichkeit, von Werten und Lebenswegen zu beschäftigen. Gleichzeitig fördert es den respektvollen Austausch innerhalb der Gruppe und eröffnet neue Perspektiven auf sich selbst und andere. Eine Reise ohne Koffer und Tickets, aber mit vielen wertvollen Erkenntnissen im Gepäck.

 

Unsere nächsten Veranstaltungen

Mit meinem Klavier um die Welt: Konzert mit Nikolai Denisov Greifswald | Cafeteria des BerufsBildungsWerks
Fachtagung „Chaos, Krisen, Kompetenzen - Adoleszenz im Echtzeitmodus“ Greifswald | Tagungs- und Freizeitzentrum im BerufsBildungsWerk
Weihnachtsbasar in der Tagesgruppe Steg Greifswald | Tagesgruppe Steg
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