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Aktuelles

Für Stefanie Niemeyer war es ein besonderer Moment: nah dran sein, ins Gespräch kommen, hören, wie es den Jugendlichen und Mitarbeitenden geht – und selbst ausprobieren, wie anspruchsvoll dieses Handwerk ist.

Auszubildende Alexa zeigte zunächst ein paar wichtige Handgriffe und dann ging es für Stefanie Niemeyer an den praktischen Teil: Gemeinsam wurde an einem Kerzenleuchter in 3D-Optik gearbeitet. 

Ihr Fazit: „Ich habe großen Respekt vor dem Mut unserer Auszubildenden, einen so fordernden Beruf zu erlernen und vor der Arbeit unserer Ausbilderinnen und Ausbilder, die jeden Tag begleiten, stärken und Richtung geben!!!

Wir hatten kürzlich besonderen Besuch: Rostocker Schüler*innen und Pädagog*innen waren zu Gast auf dem BBW Campus. Sie wollten hautnah erleben, wie Lernen, Wohnen, berufliche Orientierung und Ausbildung bei uns aussehen — und genau das konnten wir ihnen zeigen.
Unsere Mitarbeitenden standen Rede und Antwort und gaben spannende Einblicke in die verschiedenen Ausbildungsbereiche, Berufsbilder und Wohnbereiche. Unsere Gäste waren beeindruckt, welche Möglichkeiten unser Campus jungen Menschen mit speziellem Förderbedarf bietet, um erfolgreich einen Berufsabschluss zu erreichen. Ob moderne Lernräume, praxisnahe Werkstätten oder ein unterstützendes Wohnumfeld — die idealen Bedingungen für einen guten Start ins Berufsleben waren für alle deutlich spürbar.

Übrigens: Auch weitere Interessierte sind herzlich eingeladen, das BerufsBildungsWerk Greifswald kennenzulernen — persönlich vor Ort, bei unseren Infoabenden oder im individuellen Gespräch. 

Manchmal beginnt ein neuer Weg genau in dem Moment, in dem sich eine Tür öffnet. Genau so ein Moment war der Besuch des Dienstes zur betrieblichen Inklusion beim Tag der offenen Tür im neuen Seniorenzentrum am Stadtpark. Die offizielle Eröffnung des Hauses ist für den 23. März geplant – doch schon jetzt konnten Interessierte einen ersten Eindruck von den neuen Räumlichkeiten gewinnen. Das Haus präsentierte sich bei der Besichtigung hell, offen und sehr einladend. Freundliche Zimmer, großzügige Gemeinschaftsräume und Terrassen sowie der eindrucksvolle Eingangsbereich mit einer großen Mooswand schaffen eine Atmosphäre, in der man sich sofort wohlfühlt. Ein Ort, der nicht nur für Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch für Mitarbeitende ein angenehmes Umfeld bietet.

Für den Dienst zur betrieblichen Inklusion der Greifenwerkstatt stand bei diesem Besuch jedoch noch etwas anderes im Mittelpunkt: neue Möglichkeiten für berufliche Teilhabe. Der Dienst zur betrieblichen Inklusion ist ständig auf der Suche nach Unternehmen und Einrichtungen, die bereit sind, Menschen mit Behinderung eine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu geben – sei es über Praktika, berufliche Erprobungen oder langfristige Arbeitsplätze. Das neue Seniorenzentrum am Stadtpark könnte genau so ein Ort sein. Während der Führung ergab sich direkt ein sehr persönlicher und vielversprechender Kontakt. Frau Heß befindet sich gerade auf ihrem beruflichen Weg in der Alltagsbegleitung. In den vergangenen vier Wochen hat sie sich in einer Pflegeeinrichtung praktisch erprobt und dabei festgestellt, dass die Arbeit mit älteren Menschen genau das ist, was sie machen möchte. Der Besuch beim Tag der offenen Tür wurde so zu einem wichtigen Schritt in ihrer beruflichen Zukunft. Denn gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort konnte bereits festgehalten werden: Frau Heß kann hier ab dem 1. April in die Erprobung starten.

Ein neuer Arbeitsplatz, ein neues Team und die Chance, von Anfang an Teil eines Hauses im Aufbau zu sein.

Die Freude darüber ist bei ihr deutlich spürbar: „Ich habe einen sehr positiven Eindruck und bin begeistert von dem Gebäude. Es ist sehr freundlich und lädt dazu ein, dass man Spaß bei der Arbeit hat. Vor allem freue ich mich darauf, mit älteren Menschen zusammenzuarbeiten, sie zu beschäftigen und einfach Freude bei der Arbeit zu haben. Ich bin glücklich, dass ich diesen Weg gefunden habe – und gerade einfach ein bisschen geflasht.“ 

Für uns zeigt dieser Tag einmal mehr, wie wichtig Offenheit und Kooperation sind. Wenn Einrichtungen bereit sind, Menschen eine Chance zu geben, entstehen neue Perspektiven – für die Betriebe, für die Teams und vor allem für die Menschen, die ihren Platz im Arbeitsleben finden möchten.

Der 1. April markiert für Frau Heß den Beginn eines neuen Kapitels. Und für uns ist es ein weiterer Schritt auf dem Weg zu mehr Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. 

Kurz vor der offiziellen Eröffnung lud das neu errichtete Seniorenzentrum am Stadtpark alle Interessierten zum Tag der offenen Tür ein. Viele Menschen waren der Einladung gefolgt. Teils aus Neugier, was da in Schönwalde, direkt an der Pappelallee entstanden ist, teils aus Interesse daran, für einen Angehörigen oder gar für sich selbst einen Platz in der Einrichtung anzufragen. Regionalleiterin Katja Kühn und ihr Team führten die immer wieder neu zukommenden Gäste durchs Haus, erklärten das Einrichtungskonzept, beantworteten Fragen und standen beratend zur Seite. 

Das Seniorenzentrum bietet künftig 103 Menschen mit einem Pflegegrad eine häusliche Atmosphäre. Durch das Raumkonzept können kleinere Pflegegruppen von 12-15 Personen gebildet werden, denen jeweils ein Pflegeteam zugeordnet sein wird. Den Pflegebedürftigen steht ein Einzelzimmer mit einer Größe von ca. 17m² zur Verfügung. Bodentiefe Fenster, die sich auch in den Gemeinschaftsräumen wiederfinden, sorgen für optimale Lichtverhältnisse. Das Farbkonzept, welches durch das Spätsommerfarbspiel in der Pappelallee inspiriert wurde und durch warme Töne geprägt ist, trägt ebenfalls zum Wohlfühlen bei. 

Ein besonderer Mehrwert ist darüber hinaus in den großzügigen Gemeinschaftsbalkonen und Terrassen zu sehen, die sich in jeder der vier Etagen finden. Ergänzend laden Caféteria und Lounge zum Verweilen ein. 

Mit dem Neubau Seniorenzentrum am Stadtpark, werden die Pflegeinrichtungen Gottfried-Janczikowski-Haus in Züssow und das Haus Meeresblick in Lubmin ihren Betrieb nach Greifswald verlegen. Bereits in zwei Wochen werden die ersten Bewohner*innen der ehemaligen ländlichen Standorte die neuen Räumlichkeiten beziehen. Mit dem Umzug nach Greifswald erweitert der Pommersche Diakonieverein e.V. als Träger der Einrichtung, der bereits das Senioren- und Wohnzentrum in der Soldtmannstraße betreibt, sein stationäres Pflegeangebot in der Hansestadt.

Für die Inbetriebnahme wünschen wir dem Team gutes Gelingen und allen Bewohner*innen ein gutes Ankommen im neuen zu Hause. 
 

Das Berufsbildungswerk Greifswald hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt – fachlich, strukturell und inhaltlich. Während das BBW bislang vor allem für seine Spezialisierung im Bereich Autismus stand, wird heute ein umfassenderer Ansatz verfolgt, der sich an der gesamten Bandbreite der Neurodiversität orientiert. Damit soll ein Lern- und Arbeitsumfeld geschaffen werden, in dem sich alle jungen Menschen mit Förderbedarfen gesehen, verstanden und unterstützt fühlen. Die neuen Qualitätskriterien des BBW sind dafür ein wichtiger Baustein – und ein klares Signal für unseren Anspruch, moderne berufliche Bildung noch inklusiver zu gestalten. 

Warum dieser Schritt?
Die Auszubildendenstruktur hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert: Heute begegnet man gleichermaßen jungen Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) wie auch mit Aufmerksamkeitsdefizit-/(Hyperaktivitäts-)Störung (AD(H)S). Diese Vielfalt ist eine Bereicherung – und zugleich ein Auftrag, die pädagogische Arbeit noch breiter aufzustellen.

Aus diesem Grund haben wir uns gegen eine Re-Zertifizierung für das Gütesiegel „Autismusgerechtes BBW“ (2021 bis 2024) entschieden. Stattdessen gehen wir einen Schritt weiter: Um allen Teilnehmenden gerecht zu werden, wurden in den zurückliegenden Monaten die hauseigenen Qualitätskriterien weiterentwickelt, die bewusst über die Zielgruppe des früheren Gütesiegels hinausgehen. Als neues neurodiversitätsorientiertes Fundament für unsere Arbeit definieren sie verbindliche Standards im Umgang mit allen Auszubildenden. Darin sind gleichermaßen die Bedarfe von Auszubildenden mit ASS, mit AD(H)S und anderen Förderbedarfen berücksichtigt. Mit diesem neuen Ansatz wird unterstrichen, dass wir unsere Auszubildenden als vielfältige Persönlichkeiten mit individuellen Stärken und Herausforderungen sehen. Neurodiversität ist ein Leitgedanke, der unsere Haltung prägt und unsere pädagogische Praxis weiterentwickelt. 

Diese hauseigenen Qualitätskriterien wurden gemeinsam mit externen Partnern, unter anderem mit dem Beratungsdienst Autismus Greifswald, dem Landesverband Autismus sowie verschiedenen Autismus-Zentren erarbeitet. Grundlage bilden sowohl aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse als auch langjährige Praxiserfahrungen unserer Fachkräfte.

Der Fachdienst Neurodiversität 
Ein Baustein der neuen Qualitätskriterien ist die Weiterentwicklung des Fachdienstes Autismus zum Fachdienst Neurodiversität. Zertifizierte Trainerinnen beraten, unterstützen und coachen als Teil des Teams Fachdienste – neben Tagespädagoginnen, Ergotherapeutinnen und Psychologinnen – die Teilnehmenden in ihrem persönlichen Umfeld. Darüber hinaus stehen den einzelnen Reha-Teams bei besonderen Fragestellungen in allen Phasen von Berufsvorbereitung und Ausbildung zur Verfügung.

Ziel ist dabei nicht nur die Erreichung eines Ausbildungsabschlusses, sondern eine nachhaltige und ganzheitliche Lebensperspektive. Weitere Ziele:

  • Aufbau sozialer, personaler und methodischer Kompetenzen
  • psychische Stabilität
  • Wiederherstellung bzw. Erhalt von psychischer Belastbarkeit & Leistungsfähigkeit
  • Abbruchprophylaxe und Reduzierung von Ausfallzeiten
  • Krisenmanagement und Entwicklung von Problemlösungsstrategien

Damit verbundene Aufgaben des Fachdienstes Neurodiversität sind unter anderem:

  • Einzelcoaching und Gruppenarbeit
  • Erarbeiten von individuellen Strukturierungs- und Orientierungshilfen
  • Vermittlung von Selbstregulationstechniken
  • Bestärkung der Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden
  • Krisenintervention
  • Unterstützung und Beratung der Reha-Teams
  • Konzeptionelle Arbeit und Organisationsentwicklung
  • Netzwerkarbeit; Mitwirkung in Gremien und Arbeitsgruppen
     

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