Wie junge Menschen mit Behinderungen ihre Zukunft aktiv mitgestalten können – dieses Thema stand im Mittelpunkt des Parlamentarischen Abends der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) am 23. September in Berlin.
Unter dem Motto „Ausbildung im Spannungsfeld von Krise, Demokratie und KI“ diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Bildung und Praxis über die Zukunft beruflicher Rehabilitation, Teilhabe und Fachkräftesicherung. Moderiert
wurde die Veranstaltung von der Journalistin Kerstin Palzer. Ein besonderer Schwerpunkt des Abends war die Podiumsdiskussion, an der auch Stefanie Niemeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BAG BBW und Bereichsgeschäftsführerin des BBW Greifswald, teilnahm.
Gemeinsam mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Kerstin Griese sowie den Auszubildenden Leo Lausberg und Raphael Möllenhoff aus dem BBW Potsdam sprach sie über die Bedeutung von Mitbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe für junge Menschen mit Behinderungen. Die Auszubildenden schilderten dabei ihre Perspektiven und Sorgen hinsichtlich möglicher Einsparungen im Bereich der beruflichen Rehabilitation. Stefanie Niemeyer machte deutlich, dass Teilhabe bereits während der Ausbildung beginnt.
In den Berufsbildungswerken übernehmen Teilnehmenden-Vertretungen Verantwortung, bringen ihre Ideen ein und gestalten Ausbildungsbedingungen aktiv mit. Die zentrale Botschaft des Abends war klar: Berufsbildungswerke vermitteln nicht nur berufliche Qualifikationen. Sie schaffen Räume, in denen junge Menschen Selbstwirksamkeit erfahren, Verantwortung übernehmen und erleben können, dass ihre Stimme zählt. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für Demokratie, Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt.