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Aktuelles

Am 15. April 2026 eröffnete die Wirtschaftsakademie Nord der Diakoniewerk Greifswald gGmbH ein neues Simulationszentrum an der Gesundheits- und Pflegeschule Greifswald – ein Ort, der Pflegeausbildung erlebbar und praxisnah macht. Rund 40 geladene Gäste aus Pflegeeinrichtungen Greifswalds und der Region waren dabei, als Dr. Olaf Martin (Bereichsgeschäftsführer der Wirtschaftsakademie Nord) und Marlen Kästner (Leitung der Gesundheits- und Pflegeschule) das Zentrum offiziell in Betrieb nahmen.

Was unser Simulationszentrum bietet

Das Simulationszentrum ergänzt unsere bestehenden Ausbildungs- sowie Fort- und Weiterbildungsstrukturen um einen weiteren praxisorientierten Lernbereich. Im Mittelpunkt steht die systematische Förderung von Handlungskompetenz durch angeleitete Simulation, strukturierte Reflexion und den gezielten Transfer in die Praxis – denn gute Pflege beginnt mit einer guten Ausbildung.

Einblicke in den Eröffnungstag

Nach der offiziellen Begrüßung führten unsere Dozentinnen und Dozenten die Gäste durch drei praxisnahe Simulationsstationen:

  • Station 1 – Notfallkompetenz und Reanimation mit Matthias Littmann
  • Station 2 – Perspektivwechsel und Empathie mit Martin Höhne
  • Station 3 – Wundmanagement und Pflegepraxis mit Saskia Streichert

Beim anschließenden Netzwerktreffen bei Kaffee und Kuchen entstanden wertvolle Gespräche zwischen unserem Dozententeam und den Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Pflegeeinrichtungen.

Wir freuen uns auf alles, was in diesem Zentrum noch entstehen wird – und auf alle, die Teil davon sein möchten. Informationen zu unseren Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten erhalten Sie direkt bei uns.

Die Saison ist eröffnet! Betreute und Mitarbeitende sitzen wieder wortwörtlich in einem Boot. 

Die diesjährige Drachenboot-Mannschaft der NBS Bugwelle aus „alten Hasen“ und „Frischlingen“ zieht durchs Wasser des heimischen Rycks und trainiert für ihren großen Höhepunkt. 

Geführt und gesteuert von unserem Trainier und 21. “Mann” im Boot „Howie“ soll aus der Mannschaft bis zum Greifswalder Drachenboot-Fest am 13.Juni 2026 eine Einheit geworden sein, die sich auf der Kurz – und der Langstrecke gegen die anderen Mannschaften gut behauptet. 

Natürlich darf da bei aller Disziplin im Boot auch der Spaß nicht zu kurz kommen! Und wenn wir schon dabei sind, auch über viel Sonne und wenig Regen würden wir uns in dieser Saison freuen! Auch wenn es so schön heißt: “Das ist Wassersport. Da wird man halt nass!”

Ziel des Fachtages war es, die Sicherheit im Umgang mit dem Gewaltschutzkonzept im Arbeitsalltag zu stärken und zugleich für die Bedeutung dieses wichtigen Themas zu sensibilisieren. Bereits der einleitende Impulsvortrag verdeutlichte, wie herausfordernd die Abgrenzung zwischen nicht gewalttätigem und gewalttätigem Verhalten sein kann und wie wichtig ein reflektierter Umgang damit ist.

Im Fokus standen zentrale Fragen wie: Was ist Gewalt? Von wem kann sie ausgehen und gegen wen kann sie sich richten? Welche Regeln und Handlungsmöglichkeiten bestehen, um in gewaltgeprägten Situationen sicher und angemessen zu handeln? In den Workshops wurde deutlich, dass Gewalt weit über körperliche Übergriffe hinausgeht. Auch psychische Verletzungen, Grenzüberschreitungen und Formen der Vernachlässigung sind darunter zu verstehen.

Besonders wertvoll erwies sich der kollegiale Austausch in verschiedenen Workshopformaten wie dem World Café und der Fallarbeit. Hier konnten praktische Erfahrungen eingebracht und gemeinsam reflektiert werden. Dabei wurde auch sichtbar, dass Gewalt in unterschiedlichen Konstellationen entstehen kann: zwischen leistungsberechtigten Personen, gegenüber Mitarbeitenden sowie innerhalb von Teams. Das Thema betrifft somit alle Ebenen der Organisation.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf klaren Handlungsabläufen im Ernstfall. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit fiktiven Szenarien vermittelte Sicherheit und unterstrich die Bedeutung eines strukturierten Vorgehens sowie einer engen Zusammenarbeit.
Ein besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen des Tagungs- und Freizeitzentrums des BBW sowie der Züssower Service und Catering, die für einen gelungenen organisatorischen Rahmen und die Verpflegung gesorgt haben.

Der Fachtag hat eindrücklich gezeigt, dass Gewaltschutz weit mehr ist als ein schriftlich fixiertes Konzept. Er lebt von einer gemeinsamen Haltung, von Aufmerksamkeit im Arbeitsalltag und von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Die vielfältigen Impulse und Gespräche des Tages werden nachhaltig in die Praxis hineinwirken und einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit und einem respektvollen Miteinander leisten.

Am 15.04.2026 fand ein gemeinsamer Mentorentag mit allen Dualen Student:innen des BBW Greifswald und der NBS gGmbH im Tagungs- und Freizeitzentrum statt.

Der Wunsch nach einem gemeinsamen Mentorentag wurde von den Student:innen an ihre Menor:innen, Anika Schmidt-Prehn (NBS) und Hannes Hack (BBW) herangetragen. Sie wollten gerne die Möglichkeit bekommen, sich kennenzulernen und in einen gemeinsamen Austausch gehen zu können. 

Derzeit begleiten NBS und BBW 11 Duale Student:innen. Perspektivisch möchte sich auch der Geschäftsbereich arbeiten in der Mentorenarbeit mit uns verbinden - was wir sehr begrüßen.

Der Tag begann mit Kreativität – Herstellen eines Namensschildes, welches persönliche Merkmale hervorbringen sollte - um sich danach mit dem Schild den anderen vorzustellen. Weiter ging es mit organisatorischen Inhalten wie Bachelorthesis, perspektivische Prüfungsvorbereitungen, um die jungen Menschen in dieser aufregenden und herausfordernden Zeit noch besser begleiten zu können. Außerdem fand eine Ideensammlung für die Gestaltung eines Willkommenstages für neue Student:innen statt.

Auch das Nahbringen von Methodik sollte nicht zu kurz kommen, sodass die Student:innen mit der von Edward de Bono erschaffenen „Hütte von de Bono“ vertraut gemacht wurden und dies anschließend in einer Übung erfahrbar gemacht wurde. Ausgestattet mit Umhängen und Masken stellten sich die Student:innen einer Problematik, welche sie unter Beachtung einer vorgegebenen Rolle und einer bestimmten Perspektive betrachten sollten, um dann damit in den Austausch zu gehen.

Schnell ging der Vormittag damit zu Ende und wir erhielten im Ausbildungscafe ein hervorragendes Mittagessen. Der Nachmittag stand unter dem besonderen Blick auf die Führungskräfte des BBW und der NBS und ihren verschiedensten, verantwortungsvollen Arbeitsbereichen. Zudem war den Mentor:innen wichtig, den jungen Menschen die Führungskräfte auch als persönliche Individuen näher zu bringen. Menschen, die in den Unternehmen eine Rolle innehaben und neben dem Job durchaus „menschlicher“ sind als der berufliche Alltag vermuten lässt. 

Um die ersichtliche Aufregung aller aufzulösen, starteten wir mit einer musikalischen Einlage verbunden mit der Einladung, sich gemeinsam mit uns zu bewegen. Schnell waren alle Akteure in der Mitte des Raumes tänzerisch versammelt und die Aufregung löste sich sichtlich in Lachen und individuelle Einlagen. Womit ließe sich das besser gestalten, als mit einer Art „Speeddating“. Die jungen Menschen hatten so die Möglichkeit breitgefächerte Fragen zu stellen und das mit einer zeitlichen Grenze von 5 Minuten pro Runde. Um den Student:innen eine Unterstützung in Sachen Fragestellungen an die Hand zu geben, projizierten wir die Internetseite „5 schnelle Fragen“ (angelehnt an den Podcast „gemischtes Hack) an die Wand. Dabei hatten aber nur die Student:innen die Sicht darauf. Wo anfangs die Sorge ersichtlich war, dass 5 Minuten sehr lange erscheinen, zeigte sich das diese sehr schnell vorbeigingen - jede:r Student:in sprach so mit jeder Führungskraft.

Als Resümee spiegelten die jungen Menschen, dass es überraschend ist wie „menschlich“ die Führungskräfte sind und eine Erkenntnis der Führungskräfte war, wie wichtig und wertvoll die regelmäßige Reflexion der eigenen Rolle ist. Viel mehr braucht es nicht für einen gelungenen Tag!
 

Eingebettet mitten im Grünen, auf dem Züssower Gelände des Pommerschen Diakonieverein e.V., bietet das Haus Bethesda, nach umfangreicher Kernsanierung, auf zwei Etagen, 10 moderne seniorengerechte und barrierearme Wohnungen, von denen vier komplett rollstuhlgerecht ausgestattet sind. Gleichzeitig ist es gelungen, das Gebäude mit Luftwärmepumpe, Photovoltaik und einem Anteil von rund 75 Prozent erneuerbarer Energien energetisch auf einen sehr guten Stand zu bringen. Ein Niedrigenergiehaus der Effizienzklasse A. 
Räumlich getrennt von denen sich im Haus befindenden Mietwohnungen, konnte auch die Tagesgruppe der Greifenwerkstatt auf ihre Bedürfnisse konzipierte Räumlichkeiten beziehen. Mit dem neuen Standort wurden ideale Bedingungen für die Betreuung der Leistungsberechtigten geschaffen.

Mit der Kernsanierung des Hauses hat der Pommersche Diakonieverein ein bewusstes Zeichen für den Erhalt von Bestehendem, für nachhaltiges Bauen und vor allem für die Menschen, die dieses Gebäude künftig mit Leben füllen gesetzt. Denn Bethesda ist Teil der Geschichte der diakonischen Arbeit in Züssow, wie der kaufmännische Vorstand Steffen Jaeckel betont.

Mit der offiziellen Einweihung des Hauses am 17.04.26 konnten sich alle Interessierten selbst ein Bild vom neuen alten Haus machen. Einem Haus, dessen Geschichte über die eigene Grundsteinlegung im August 1951 hinausgeht. Die uns zurückführt zur so genannten Krüppelanstalt Bethesda in Stettin, welche neben den Züllchower Anstalten und den Kückenmühler Anstalten zu den Vorgängereinrichtungen des Pommerschen Diakonievereins gehört. Bereits die Gründung der ersten Anstalt war auf Wohn-, Ausbildungs- und Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderung ausgerichtet gewesen. Mit dem Ende des zweiten Weltkriegs fanden körperlich beeinträchtigte Menschen aus den Stettiner Anstalten Obdach in Karlsburg, welches unter dem Namen Bethesda weitergeführt wurde. Strukturelle Veränderungen in Karlsburg führten jedoch bald dazu, dass die Menschen nach Wrangelsburg umziehen mussten. Hier fand am 02.08.1948 die offizielle Einweihung der Anstalt Bethesda statt. Wie Pastor Michael Bartels in seiner Ansprache ausführte, „[bestand] die Besonderheit dieser Einrichtung (…) darin, dass nicht nur Bewohner*innen betreut wurden, sondern in den anliegenden Gebäuden ca. 200 Umschüler aufgenommen wurden. Es entstand also eine Einrichtung der beruflichen Rehabilitation, deren Ziel es war, diese Menschen `durch Überführung in einen Beruf, den sie ausfüllen können, in den Arbeitskreis aller Werktätigen einzufügen`(Ott).“ 

Bereits wenige Jahre später war auch ein Verbleib in Wrangelsburg nicht mehr möglich. Es folgte im Juni 1952 der Umzug nach Züssow. Mit im Gepäck der Name Bethesda. Es gehört sozusagen zur Geschichte dieser Einrichtung und Vorgängereinrichtung, dass sie wie keine zweite andere immer wieder neuerstanden ist. „Bethesda ist eine Kette von Ereignissen, eine Folge von Standorten und Programmen, von Menschen, die unter diesem Namen lebten und arbeiteten. Eine große Klammer für das, was in unserer Geschichte und Gegenwart und hoffentlich auch in unserer Zukunft liegt.(…) Denn es gibt etwas, was uns inhaltlich verbindet. Es ist der grundlegende Gedanke der biblischen Geschichte [aus dem 5. Kapitel des Johannes Evangeliums], dass Lähmung überwunden wird. Das kann eine Lähmung sein, die das Leben des/der Einzelnen beeinträchtigt, oder auch eine Lähmung, in der wir gemeinsam stecken.“, wie Michael Bartels weiter ausführt.

Ein Ort, der in der langen Tradition der Angebote unserer Vorgängereinrichtungen steht. Ein Gebäude, das wieder näher an seine ursprüngliche Form heranrückt, das modernen Anforderungen gerecht wird und zugleich ein Ort der Teilhabe ist, an dem Unterstützung, Gemeinschaft und Lebensqualität im Mittelpunkt stehen. Ein Ort, der Ausdruck von Lebendigkeit ist – einer Lebendigkeit jenseits aller Lähmung. Und dafür möge der Name dieses Hauses in allen wechselnden Zeiten immer neu bestehen - Bethesda.

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